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Bessere Ausbildung durch private Internate?

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Posted by Karin B. on 19. September 2011 at 08:23

Die im Titel angegebene Frage lässt sich mit einem grundsätzlichen Ja – aber beantworten. Eine Schweizer Studie aus dem Jahr 2010 kam zu dem Ergebnis, dass unter Hinzuziehung der PISA-Ergebnisse private Internate nicht grundsätzlich besser abschneiden. Deutsche Untersuchungen liefern ein differenziertes Bild, das vor allem eines aufzeigt: Auf das Internat, wie z.B. www.lietz-schulen.de, kommt es an.

Vorteil der Freiräume

Wie Untersuchungsergebnisse ausfallen, ist auch immer vom intendierten Fokus bei der Untersuchung abhängig, das ist ein alter Hut. So verwundert es nicht, dass die Studie über “Privatschulen in Deutschland”, die der Landesverband Privatschulen – Nord – in Auftrag gab, das Modell grundsätzlich sehr positiv bewertete. Dennoch wurden einige bemerkenswerte Details festgemacht, die wirklich nicht von der Hand zu weisen sind. Größter Vorteil der Privaten: Sie geben nicht bis ins kleinste Detail Lehrpläne vor, die Freiräume im Unterricht sind wesentlich größer. Die Kreativität der Schüler – und der Lehrer! – wird damit erheblich gefördert, und dass dadurch Lernen beschleunigt werden kann, weiß ein jeder. Die Studie wertete aber nicht nur weiche Merkmale, sondern auch sehr belastbare Fakten aus. So waren die Ergebnisse der Privatschüler auch dann noch besser, wenn die sozioökonomischen Verhältnisse der Eltern in Rechnung gestellt und zum Abzug gebracht wurden. Sprich: Wenn man davon ausgeht, dass ein Kind aus begütertem Haus daheim bessere Lernbedingungen, ein höheres Leistungsbewusstsein und kompetente Eltern als Ansprechpartner vorfindet, muss es einfach besser sein. Nun ziehen wir eine Notenstufe für dieses Kind ab, um eine saubere Statistik zu erhalten. Es lernt dennoch durchschnittlich auf einer Privatschule besser als in einer öffentlichen Bildungseinrichtung. Auch die Zahl der Abiturienten, die von Privatschulen kommen, ist höher, und zwar in zwölf Bundesländern um durchschnittlich 10 Prozentpunkte. Und der PISA-Vergleich soll in Deutschland für die Privaten auch besser ausgefallen sein. Die Eltern glauben offensichtlich an das System. Die Zahl der Privatschulen steigt seit Beginn der 2000er Jahre beständig.

Der richtige private Schultyp

Es gibt per Gesetz grundsätzlich zwei Typen privater Schulen, Sonderformen inklusive, die in der Praxis eine wesentlich breitere Differenzierung vorfinden lassen. Da die Länder private Schulen teilweise subventionieren, schreiben sie ihnen mehr oder weniger die Lehrpläne vor, auch die Abschlüsse werden unterschiedlich anerkannt. An “anerkannten Ersatzschulen”, den vom Staat am höchsten bezuschussten, ist der Abschluss problemlos möglich, bei “Ergänzungsschulen” muss zuvor die Schule gewechselt werden. De jure existiert der Unterschied in der Anerkennung des Abschlusses zwischen diesen beiden Schulformen, in der Finanzierung gibt es weitere Unterschiede. Völlig freie Schulen, die ohne jeden Zuschuss auskommen, daher teuer sind, ihre Lehrpläne aber absolut nach gusto gestalten können, bieten in der Regel anerkannte Abschlüsse an. Diese Schulen sind der Mercedes unter den Privatschulen, aber sie kosten Geld. Zudem haben sie eigene Auswahlverfahren, die per Gesetz ausdrücklich nur das Leistungsvermögen des Schülers, keinesfalls den Status der Eltern berücksichtigen dürfen, aber wer will das überprüfen? Dennoch: Die Privaten gehen durchaus fair vor. Sie staffeln ihr Schulgeld nach Einkommen, einigen besonders leistungsfähigen Schülern werden gar Stipendien angeboten, ein von amerikanischen Elite-Unis übernommenes Prinzip. Denn damit wird der Leistungsdurchschnitt insgesamt erhöht. Es kann also ein Vorteil sein, sein Kind auf eine Privatschule zu schicken. Experten empfehlen dennoch, sich die Schule genau anzusehen und nötigenfalls das Kind auch ein paar Tage “probesitzen” zu lassen – das bieten die meisten Privatschulen an.

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